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Pressestimmen zu Marili Machado

Badische Neuste Nachrichten, 16. November 2007

"Musik ist Leben", so das Motto der Gitarristin und Sängerin Marili Machado, die in ihrer Heimat ehrfürchtig "die Stimme von Buenos Aires" genannt wird.
In der Tat, was sie vor dem völlig begeisterten und in ihren Bann gezogenen Publikum im "Kunterbunt" bot, ging unter die Haut und war atemberaubend.
Sie fesselte die Zuhörer nicht nur alleine mit ihrer einzigartigen Stimme, ihrem variantenreichen und rhythmischen Gitarrenspiel, sondern auch mit ihrer enormen Ausstrahlungskraft.
 
Mit Charme und Perfektion gepaart mit Herzlichkeit und Geschick präsentierte sie Lieder, die sich insbesondere mit dem Tango auseinandersetzten. Sie verstand es, die Tangomusik meisterhaft zu interpretieren. Nicht umsonst, davon konnten sich die zahlreichen Zuhörer überzeugen, erhielt sie viele Auszeichnungen, Preise und Ehrungen. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass sie seit 2003 offizielle Kulturbotschafterin Argentiniens ist.
 
Aber Marili Machado wäre nicht eine solche Gesangskoryphäe, verstünde sie es nicht, auch andere Musikstilrichtungen zu interpretieren. Das Publikum hätte ihre musikalische Botschaft vom Tango, der Liebe und der Lebensfreude, die in spanischer Sprrache vorgetragen wurde, auch ohne Übersetzung, die Martin Essig für sie sehr einfühlsam übernahm, verstanden. Denn sie wird auch nie müde zu sagen: Musik ist eine Sprache, die alle Menschen erreicht.
 
In dem von Immigranten und Gauchos geprägten Slang, besang sie Heim- und Fernweh, Lebensleid und Lebensfreude so, dass sich der Zuhörer inmitten des Geschehens wähnen konnte.
 
Die argentinische Sängerin beschränkte sich mit ihrem Liedgut nicht nur auf Lieder ihrer Heimat, sondern verstand es auch, die gesamte lateinamerikanische Folklore zu interpretieren. Mit viel Sinn für die musikalischen Spannungsbögen wechselte sie von der glockenklaren jubilierenden Intonation einer Nachtigall zum rauen gutturalen Gurren einer Taube. Sie war sich für nichts zu schade und gewährte mit ihren Liedern Einblicke in ihr Seelenleben, das sie mit ihrer Interpretation zum Ausdruck brachte.
 
Sie ließ aber auch das Publikum mit am Konzert teilhaben und forderte zum Mitklatschen oder Mitsummen auf und das insbesondere bei den rhythmischen ausgelassenen Liedern aus Bolivien, Paraguay, Venezuela, Puerto Rico oder Peru. Ihr ganzes Temperament zeigte sie auch zu Melodien, die man aus Mexiko kennt und zu denen man lebensfroh singt und tanzt.
 
Das gesamte Konzerte, das eine Wanderung zwischen dramatischen Balladen, zärtlichen Liebesliedern oder auch von machtvoll vorgetragenen Polit-Songs darstellte, war ein glanzvolles musikalisches Fest voller Gefühle. Das völlig begeisterte Publikum ließ die Künstlerin erst nach langen Ovationen und vielen Zugaben gehen.
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