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Pressestimmen zu Marili Machado

HNA - Hessische/Niedersächsische Allgemeine, Kassel-Kultur, 13.Oktober 2009

Kassel - Ein vorzügliches Podium für Weltmusik ist die Kasseler Kreuzkirche. Der Weltmusik-Experte Valentin Reinbold betreut als Kulturkoordinator die Veranstaltungen der Kreuzkirche und bringt immer wieder hochkarätige Künstler nach Kassel. So auch die argentinische Sängerin und Gitarristin Marili Machado, die mit ihrer unglaublichen Dynamik die Herbstsaison eröfnete.

Auch wenn es klischeehaft klingen mag: Da ging es heiß her, da war ein vulkanisches Temperament zu erleben. Bei argentinischen Tangos, Milongas und Liedern aus anderen lateinamerikanischen Ländern ließ Marili Machado das Feuer der Leidenschaft lodern. Gesang und Gitarrenspiel bildeten eine Einheit, und Dynamik hieß sowohl Intensität als auch eine feine Abstufung der Lautstärke.

Machado kann blitzschnell von einem leichten, sprachnahen Dukturs zu kraftvoll ausgesungenen, pathetischen Tönen umsteigen. Und sie spielt dazu eine verschärfte, dabei differenzierte Rhythmusgitarre. In seiner Mischung aus Ursprünglichkeit, Artistik und Ausdrucksstärke war das alles schwer beeindruckend, so dass die hundert Zuhörer enthusiastisch jubelten.

Neben Machado, seit 2003 eine offizielle Kulturbotschafterin Argentiniens, stand der Kölner Liedermacher Gerd Schinkel auf der Bühne, gab Einführungen und Übersetzungen, sang zweimal im deutsch-spanischen Wechsel mit der Argentinierin. Im Zugabenblock etwa bei dem Julio Numhauser geschriebenen, auch durch die Interpretation der vor neun Tagen verstorbenen Mercedes Sosa bekannten Lied "Todo cambia". Da sang das Publikum leiste mit: "So wird alles anders".

von Georg Pepl

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