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Pippo Pollina - Pressestimmen

Schwäbische Zeitung, 25. Januar 2010

TUTTLINGEN - Regelmässig kommt Pippo Pollina nach Tuttlingen. Bei seinem jüngsten Konzert hat der italienische Liedermacher seine Fans mit einer neuen Interpretation seiner Lieder begeistert: Gemeinsam mit dem Streichquartett Piccola Orchestra Altamarea schenkte er den mehr als 400 Besuchern ein Hörvergnügen der besonderen Art.

Seine Fans wissen, dass Pippo Pollina musikalisch gerne immer wieder neue Wege geht und die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern sucht. In seinem jüngsten Projekt hat sich der vielseitige Sizilianer aus Palermo mit Wohnsitz in Zürich der klassischen Orchestermusik zugewandt. Gemeinsam mit dem Jugend Sinfonieorchester am Konservatorium Zürich und deren Dirigenten Massimiliano Matesic - einigen auch noch als ehemaliger Dirigent des Sinfonieorchesters Villingen-Schwenningen bekannt- hat er "den Sprung ins eiskalte Wasser gewagt: Die Welt meiner Kompositionen der der Orchestermusik anzunähern", erklärt er im Beiheft zur CD.

Aus ganz Europa kommen die vier Musikerinnen des Piccola Orchestra Altamarea, mit dem der charismatische Barde dieses Hörerlebnis auf seiner Tournee verbreitet. Dezent im Hintergrund bleiben mit ihren souveränen Spiel die beiden Violinistinnen Marie Elmer (Tschechien) und Silvia Savova ( Bulgarien) sowie Andra Arnicane (Lettland) an der Bratsche und die Französin Diane Lambert am Cello.

Speziell für dieses einzigartige Zusammenspiel hat Pippo Pollina seine poetischen Lieder und Balladen neu arrangiert. Vor allem im ersten Teil seines Konzertes verstärkt sich so die Melancholie und sentimentale Ausdrucksstärke seiner ruhigen Balladen, in denen er sich selber mal voller Fingerfertigkeit am Flügel, mal unglaublich virtuos an der Akustik-Gitarre begleitet. Mit Geschichten und philosophischen Gedankenspielen stellt er die Verbindung zu seinen Liedern her, die er mit seiner wandlungsfähigen und ausdrucksstarken Chanson-Stimme meist in klangvollem italienisch singt.

Ihre enorme musikalische Sträke zeigen der Sänger und seine Begleiterinnen vor allem im zweiten Teil des Konzertes. Die Lieder werden temperamentvoller, die Arrangements noch vielseitiger: Wie ein Marsch interpretieren sie das eindringliche "Sambadio", unglaublich intensiv die Hommage an den französischen Chansonnier "Leo" (Ferré). Und ein Hauch von Puszta wird in der temperamentvollen Version von "Bella Ciao" spürbar.

Die Zuschauer feiern die Künstler für ihre Virtuosität und Spielfreude, die sie mit ihren Zugaben dann nochmals unterstreichen. "Was für eine Nacht" erinnert an die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Sängerkollegen Konstantin Wecker. Und mit einem gemeinsam gesungenen fetzigen "Volare" gehen Künstler und Publikum auseinander.

 

von Bettina Fillinger

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